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EMS steht für „Elektromyostimulation“ und bedeutet, dass elektrische Impulse die Muskulatur stimulieren. Während einer Trainingseinheit trägt man einen speziellen Anzug mit Elektroden, die gezielt Muskelgruppen aktivieren. Diese Impulse verstärken Muskelkontraktionen und sollen das Training effizienter machen.
Herkunft: Ursprünglich stammt EMS aus der Physiotherapie und wurde genutzt, um Muskeln nach Verletzungen oder Operationen zu erhalten. Später wurde es als Trainingsmethode für Sportler*innen entdeckt und schließlich in der Fitnesswelt vermarktet.
Eine typische EMS-Einheit dauert 20 bis 30 Minuten und findet unter Anleitung eines Trainers oder einer Trainerin statt. Dabei wird EMS häufig mit statischen oder dynamischen Übungen (z. B. Kniebeugen oder Ausfallschritte) kombiniert, während die Elektroden die Muskeln stimulieren.
Vorteil laut Anbietern: Angeblich sollen durch EMS bis zu 90 % der Muskelfasern gleichzeitig aktiviert werden – deutlich mehr als beim konventionellen Krafttraining. Das soll zu schnelleren Erfolgen in kürzerer Zeit führen.
Zeiteffizienz
Eine Einheit dauert nur 20 bis 30 Minuten und soll die gleiche Wirkung wie mehrere Stunden herkömmliches Training haben.
Gelenkschonendes Training
Da keine schweren Gewichte verwendet werden, eignet sich EMS besonders für Personen mit Gelenkproblemen oder nach Verletzungen.
Muskelstimulation in der Tiefe
Die Impulse erreichen auch tieferliegende Muskeln, die beim normalen Training oft vernachlässigt werden.
Geringes Verletzungsrisiko
Durch die gezielte Steuerung der Impulse und das Training mit dem eigenen Körpergewicht ist das Verletzungsrisiko geringer als beim klassischen Krafttraining mit freien Gewichten.
Kein Ersatz für klassisches Krafttraining
EMS kann Muskelkontraktionen verstärken, ersetzt aber nicht das komplexe Zusammenspiel von Nervensystem, Sehnen und Muskeln beim freien Training mit Gewichten.
Keine Verbesserung von Technik oder Beweglichkeit
Während EMS Muskeln aktiviert, werden keine funktionellen Bewegungsmuster oder koordinative Fähigkeiten trainiert.
Risiko von Überlastung
EMS erreicht auch tieferliegende Muskeln, was zu einer höheren Belastung der Muskulatur führen kann – oft ohne direktes Spüren der Intensität. Zu hohe Intensität kann zu Muskelkater oder sogar Muskelschäden führen.
Hohe Kosten
EMS-Studios sind deutlich teurer als klassische Fitnessstudios. Die Kosten liegen meist zwischen 20 und 50 Euro pro Sitzung, während klassische Studios oft weniger als 50 Euro pro Monat kosten.
Wissenschaftlich umstrittene Langzeiteffekte
Einige Studien zeigen positive Effekte von EMS auf Muskelkraft und Fettabbau, doch langfristige Vorteile gegenüber klassischem Training sind umstritten.
EMS kann vorteilhaft sein für:
Menschen mit wenig Zeit, die ein kurzes, intensives Training bevorzugen.
Personen mit Gelenkproblemen, die nicht mit schweren Gewichten trainieren können.
Einsteiger*innen, die langsam in den Sport einsteigen möchten.
Rehabilitation nach Verletzungen, wenn EMS unter physiotherapeutischer Anleitung genutzt wird.
EMS ist weniger sinnvoll für:
Leistungssportlerinnen, die maximale Muskelkraft & athletische Leistung steigern wollen.
Personen, die funktionale Fitness oder komplexe Bewegungsmuster trainieren möchten.
Kraftsportlerinnen, die auf progressive Belastungssteigerung angewiesen sind.
EMS kann eine interessante Ergänzung oder Alternative sein, ist aber kein Wundermittel.
Besonders geeignet für Personen mit wenig Zeit oder Gelenkproblemen.
Kein Ersatz für klassisches Krafttraining, da wichtige Bewegungsmuster & funktionelle Fähigkeiten nicht geschult werden.
Kosten-Nutzen-Faktor bedenken: EMS ist teuer und sollte gut abgewogen werden.
Wie immer in unserer „Brauchst du das?“-Serie gilt: Es kommt auf deine individuellen Ziele an. Wenn du EMS ausprobieren möchtest, achte darauf, dass das Studio qualifizierte Trainer*innen hat und die Intensität auf dein Fitnesslevel angepasst wird.
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Stay strong, squat deep