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Brauchst du das? Zughilfen, Gewichthebergürtel & Liftingschuhe – Sinnvolle Unterstützung oder unnötiges Zubehör?
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Brauchst du das? Zughilfen, Gewichthebergürtel & Liftingschuhe – Zwischen Unterstützung und unnötigem Schnickschnack

Fitness-Equipment kann das Training leichter machen – oder zumindest ein bisschen dramatischer aussehen lassen. Aber mal ehrlich: Ist es wirklich nötig, sich wie ein Cyborg auszustatten, um einfach mal ein paar Kilo zu bewegen? Hier kommen drei beliebte Helferlein im Krafttraining – und der nüchterne Blick darauf, ob du sie wirklich brauchst oder ob du lieber deinem Ego eine Pause gönnst.

1. Zughilfen – Mehr Gewicht, weniger Griffkraft?

Woher kommt’s & was soll das?

Zughilfen sind Stoff- oder Lederriemen, die man wie ein modisches Accessoire um die Hantelstange und das Handgelenk wickelt. Besonders bei schweren Zugübungen wie Kreuzheben oder Klimmzügen darfst du damit angeben, dass du mehr ziehst, als dein Griff aushält.

  • Du kannst schwerere Gewichte bewegen, ohne dass deine Unterarme sofort jammern.
  • Reduzieren die Griffkraft als limitierenden Faktor, damit du deine Zielmuskeln mal so richtig ärgern kannst.
  • Praktisch bei hohen Intensitäten oder unendlichen Wiederholungen.
  • Wenn du sie ständig nutzt, verkümmern deine Unterarme wie ein Gummibaum ohne Sonne.
  • Manche sehen sie als billige Ausrede, um nicht an der eigenen Griffkraft zu arbeiten.
  • In offiziellen Wettkämpfen: Sorry, die Party ist ohne dich.

Fazit

Zughilfen sind ein Tool – nicht dein neuer bester Freund. Bei richtig schweren Einheiten sinnvoll, aber dein Griff sollte auch ohne Hilfsmittel was draufhaben.

2. Gewichthebergürtel – Mehr Stabilität oder nur ein Placebo?

Wofür eigentlich?

Der Gewichthebergürtel kommt aus dem Gewichtheben und Powerlifting. Sein Job: Rumpf stabilisieren, intraabdominalen Druck erhöhen und deiner Wirbelsäule signalisieren, dass du nicht vorhast, sie heute zu zerbröseln.

  • Hilft dir, mehr Gewicht sicherer zu bewegen.
  • Unterstützt bei Kniebeugen und Kreuzheben, wenn du auf „Big Lifts“ stehst.
  • Gerade bei Rückenproblemen oder maximalen Belastungen: sinnvoller Bodyguard.
  • Wenn du immer den Gürtel als Krücke nutzt, bleibt deine Rumpfmuskulatur so wach wie ein Teenager im Erdkundeunterricht.
  • Führt nicht automatisch zu besserer Technik – dein Core muss trotzdem ran.
  • Nicht in jedem Training wirklich nötig.

Fazit

Guter Helfer bei hohen Gewichten, aber im Alltag kein Ersatz für echte Core-Stärke. Nutze ihn gezielt – nicht als Ausrede.

3. Liftingschuhe – Stabilität oder Mode-Gag?

Was machen die überhaupt?

Liftingschuhe sind diese steifen Treter mit erhöhter Ferse, die deinen „Ich will tiefer in die Kniebeuge“-Wunsch unterstützen. Vor allem beim olympischen Gewichtheben und Powerlifting sind sie quasi Standard.

  • Die feste Sohle bringt deine Kraft direkt auf den Boden.
  • Die Fersenerhöhung? Bessere Beweglichkeit in der Kniebeuge – klingt schon fast zu gut.
  • Stabiler Stand, sichereres Gefühl.
  • Nicht unbedingt was für dein komplettes Training – es sei denn, du willst im Büro damit rumstolzieren.
  • Kann langfristig deine Fuß- und Knöchelbeweglichkeit einschränken – na toll.
  • Ziemlich teuer, wenn du sie nur einmal die Woche aus dem Schrank holst.

Fazit

Liftingschuhe sind ein Segen für echte Squat-Junkies oder ambitionierte Gewichtheber – aber kein Muss für alle, die einfach nur „fit“ sein wollen.

Gesamtfazit: Brauchst du das oder ist’s nur für dein Ego?

  • Zughilfen: Sinnvoll bei wirklich schweren Zügen, aber lass deine Unterarme nicht vergessen, wie’s geht.
  • Gewichthebergürtel: Nützlich bei maximalen Belastungen, aber nicht, wenn du einfach nur so tun willst, als wärst du Powerlifter des Jahres.
  • Liftingschuhe: Super für Kniebeugen-Perfektionisten, überflüssig für Standard-Workouts.

Ob du all das wirklich brauchst? Hängt von deinem Trainingsziel ab – oder davon, wie sehr du dich gern verkleidest.

Empfehlung: Anfänger*innen sollten erstmal lernen, wie man sich ohne Zubehör nicht kaputtmacht. Fortgeschrittene können damit spielen, aber nur, wenn sie’s auch wirklich draufhaben.

Am Ende gilt: Kein Equipment der Welt ersetzt gute Technik und eine gesunde Portion Vernunft.

Stay strong, squat deep!