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Der Schritt zurück: Warum der Reverse Lunge oft besser ist als sein Ruf
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„Manchmal liegt der Fortschritt im Rückschritt – zumindest, wenn es um Lunges geht.“

Warum der Reverse Lunge mehr Aufmerksamkeit verdient

Geringere Scherkräfte am Knie: Der Rückwärtsschritt erlaubt eine bessere Kontrolle des Körperschwerpunkts und entlastet das vordere Knie.

Mehr Fokus auf Hüftstreckung: Die Gesäßmuskulatur arbeitet intensiver, da der Oberkörper aufrechter bleibt.

Balancefreundlicher: Durch den Rückschritt bleibt das Gewicht eher mittig, was die Stabilität erhöht.

Weniger Kompensation: Besonders für Anfänger:innen oft leichter sauber auszuführen als der Forward Lunge.

So führst du den Reverse Lunge korrekt aus

1. Ausgangsposition: Aufrecht stehen, Füße hüftbreit.

2. Schritt zurück: Mit einem Bein kontrolliert nach hinten steigen, Zehenspitze setzt zuerst auf.

3. Absenken: Beide Knie beugen sich, das hintere Knie nähert sich dem Boden, das vordere bleibt stabil über dem Fuß.

4. Aufstehen: Mit Druck aus dem vorderen Fuß wieder nach oben drücken und in den Stand zurückkehren.

Varianten für Fortgeschrittene

Reverse Lunge mit Kurzhanteln oder Kettlebells (beidseitig oder unilaterale Belastung)

Front Rack Position oder Overhead Reverse Lunge – fordert Rumpf- und Schulterstabilität

Reverse Lunge auf Zeit oder mit Pause im unteren Punkt – erhöht Kontrolle und Kraftausdauer

Wann der Reverse Lunge besonders sinnvoll ist

• Nach Knieverletzungen oder bei Knieschmerzen

• Zur Vorbereitung auf einbeinige Übungen wie Bulgarian Split Squats

• Im Warm-up zur Aktivierung von Core und Gesäß

• Als saubere Alternative im Home-Training ohne Geräte

Fazit: Zurückgehen, um voranzukommen

Der Reverse Lunge ist mehr als nur eine abgespeckte Version des Vorwärtsschritts. Richtig ausgeführt, bietet er Stabilität, Muskelaktivierung und Gelenkschonung in einem – und ist damit ein wertvoller Bestandteil jedes funktionellen Trainings.

Stay strong, squat deep!