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Für alle, die manchmal das Gefühl haben, aus der Zeit gefallen zu sein.
by Jacques Litke
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Ich weiß nicht, was ich bin.

Ich bin kein Held. Kein Philosoph. Kein Rebell.

Ich bin nur jemand, der sich manchmal wundert, warum das, was wirklich zählt, so leise geworden ist.

Ich renne nicht durch die Straßen mit Fahnen.

Ich schreie keine Parolen.

Ich stelle nur Fragen. Immer wieder.

Und das allein macht mich schon verdächtig.

Warum wirkt die Welt so laut und zugleich so inhaltsleer?

Warum wird geschrien, wenn keiner mehr zuhört?

Warum wollen alle gesehen werden, aber niemand mehr wirklich sichtbar sein?

Ich sitze hier mit Gedanken,

die nicht glamourös sind,

nicht marktfähig,

nicht algorithmisch gewinnbringend.

Aber sie sind echt.

Ich denke viel.

Und manchmal denke ich zu viel.

Ich stelle mir vor, wie es wäre, auf Menschen zu treffen,

die auch einfach mal sagen:

„Ich weiß es nicht. Aber ich spür was.“

Das reicht mir schon.

Ehrlichkeit ist mein Luxus.

Und Schweigen, wenn nichts gesagt werden muss, ist meine Rebellion.

Ich will keinen Applaus.

Ich will nur, dass jemand kurz innehält,

nicht gleich liked,

nicht gleich scrollt,

sondern vielleicht sagt:

„Ja. Das kenne ich.“

Ich brauche keine Bewunderung.

Aber ein bisschen Anerkennung.

Ein Blick. Ein Nicken.

Ein: „Du bist nicht verrückt.“

Denn manchmal, wenn ich mich so umschaue,

fühle ich mich wie der Einzige, der noch ohne Maske rumläuft –

und merke, dass alle anderen vergessen haben,

dass sie überhaupt eine tragen.

Ich weiß nicht, ob ich besser bin.

Ich weiß nur, dass ich noch frage.

Und dass mir die Fragen heilig sind,

auch wenn sie keine Antworten haben.

Vielleicht ist das alles.

Vielleicht reicht das.