Skip to main content
Ein Körper spricht. Und diesmal höre ich zu.
Oder: Manifest der pennebasierten Selbstwahrnehmung
February 25, 2026 at 5:39 AM
by Jacques Coaching & Personal Trainer
Berlin
96c927e33f403a1fc2c6e8fd822cf7d7a634041ab9feed94380d03ddf354e138.jpg

Ich hab vieles gegessen. Viel probiert. Viel durchgezogen.

Süßigkeiten in Mengen. Nuss-Nougat-Creme wie ein Rohrbruch aus der Seele. Reis mit Bohnen, Pizza, Kuchen, Brote mit Geschichte – alles da gewesen. Alles okay.

Aber nichts, nichts gibt mir das Gefühl wie #Meine Hauptmahlzeit.

Diese eine Sache, die sich nie verändert hat:

Penne. Vollkorn. Tomate. Öl. Knoblauch. Und ein Hauch Käse, den der Körper wie einen alten Freund begrüßt.

Ich hab’s nie gewählt wegen Fitness. Nicht wegen Diät. Nicht mal aus Bequemlichkeit.

Sondern weil mein Körper es wollte. Nicht das Gehirn. Nicht der Spiegel. Nicht die Nährwerttabelle.

Mein Körper.

Und wenn ich mich quäle mit Schlafmangel, mit Training, mit Gedanken –

dann bleibt er ruhig. Wartet. Schweigt.

…bis die Pasta kommt.

Dann sagt er:

„Jetzt. Jetzt ist gut. Jetzt ist alles wieder richtig.“

Einseitig? Vielleicht. Aber effizient.

Andere sagen, das sei einseitig.

Ich nenne es Präzision.

Andere nennen es langweilig.

Ich nenne es Klarheit.

Andere suchen Variation.

Ich habe ein System.

Und dieses System ist kein Zufall. Kein Dogma. Kein Zwang.

Es ist Gewohnheit, ja – aber gewachsene Gewohnheit.

Körperlogik.

Wenn Pasta mehr sagt als jede Makrotabelle

Ich hab gelernt, nicht gegen meinen Körper zu arbeiten.

Ich höre zu. Nicht dem Stress. Nicht den Stimmen von außen.

Sondern der Rückmeldung, die nach der Mahlzeit kommt:

Stille. Zufriedenheit. Funktion. Ruhe.

Ich brauche keine Pläne.

Ich brauche kein Frühstück.

Ich brauche keine Erklärung.

Ich brauche Penne.

Und das ist nicht weniger.

Das ist einfach nur… genau richtig.

Hätte ich ein Buch schreiben können? Sollen?

Ein ledergebundenes Buch mit dem Titel:

„Die Kunst der Hauptmahlzeit: Ein Körper spricht Klartext.“

Nur erhältlich auf Anfrage. Handnummeriert.

Vielleicht noch mit einem kleinen Beutel Dinkel-Penne als Lesezeichen.

Und dann steht es da auf Amazon.

Neben „Mein Leben mit Quark: Wie ich zu mir fand“

und „Proteinreiche Blitzrezepte für vielbeschäftigte Menschen mit zu viel Tupperware.“

Und irgendein Influencer mit Proteinshake klickt drauf –

nur um dann zu schreiben:

„Zu viel Text. Kein Cheat-Day-Plan. Keine Grafik.“

Darüber hinaus hilft mentale Stärke, die eigene Komfortzone zu erweitern. Wenn Sportler bereit sind, ihre Grenzen zu testen und sich neuen Herausforderungen zu stellen, entstehen Wachstum und Fortschritt. Die Überwindung von mentalen Hürden führt zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein und verbessert die Leistungsfähigkeit insgesamt. Emotionale Belastungen, wie Angst vor dem Scheitern oder der Druck, Erwartungen zu erfüllen, können erfolgreicher bewältigt werden. Damit wird der Grundstein dafür gelegt, dass das Training nicht nur körperlich, sondern auch mental zu einer bereichernden Erfahrung wird.

„Wenn mein Körper heute keine Pasta isst,

schickt er mir ein leises Gefühl von existenzieller Sinnlosigkeit.

Gegen 16:40 Uhr.“

Was ich habe:

Konditionierung. Neurobiologische Rückmeldung. Eine stabile Rückkopplungsschleife.

Und einen Körper,

der sich wie ein Gourmet-Borderliner aufführt,

sobald man ihm nicht die gewohnte Kombination aus Pasta, Tomate, Knoblauch und Gorgonzola reicht.

Andere führen Diät-Tagebücher mit acht Zwischenmahlzeiten.

Ich führe eine Hauptmahlzeit. Punkt.

Entscheidung:

„Ich könnte besser.

Aber ich funktioniere so verdammt gut – warum sollte ich?

Dynamisches Training im Vergleich zum klassischen Krafttraining

Physiologische Veränderungen beim Übergang zu dynamischem Training

Wenn man von klassischem Krafttraining – z. B. Kniebeugen, Kreuzheben, Overhead Presses in niedrigen Wiederholungsbereichen – zu einem dynamischen Trainingsstil übergeht, ergeben sich mehrere systemische Veränderungen:

1. \*\*Herz-Kreislauf-System\*\*: Dynamisches Training mit zyklischen Bewegungsformen, kürzeren Pausen und höherem Volumen führt zu einer deutlich stärkeren Aktivierung des kardiovaskulären Systems. Das Herzzeitvolumen steigt, die VO₂max kann verbessert werden, und es kommt zu einer effizienteren Sauerstoffversorgung der Muskulatur. Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) kann sich bei entsprechender Trainingssteuerung ebenfalls positiv verändern.

2. \*\*Stoffwechsel und Energiesysteme\*\*: Die Belastung im dynamischen Training ist metabolisch intensiver. Es kommt zu einer erhöhten mitochondrialen Biogenese, was langfristig die Fettverbrennung verbessert. Der Nachbrenneffekt (EPOC) ist bei dynamischen Workouts häufig deutlich höher als bei klassischen Krafteinheiten mit langen Pausen.

3. \*\*Vegetatives Nervensystem\*\*: Klassisches Krafttraining aktiviert primär den Sympathikus (Stress-/Aktivierungsmodus), während dynamisches Training – insbesondere mit rhythmischer Atmung, fließenden Bewegungen und moderater Intensität – einen parasympathischen Gegenspieler aktiviert. Diese Abwechslung kann das sympathovagale Gleichgewicht verbessern und subjektiv zu mehr Klarheit, Energie und Erholung führen.

4. \*\*Bewegungskompetenz und neuronale Steuerung\*\*: Durch variable, funktionelle Bewegungsmuster wird die inter- und intramuskuläre Koordination stärker beansprucht. Das Nervensystem wird nicht nur aktiviert, sondern auch in seiner Adaptivität gefördert. Propriozeption, Gleichgewicht und Bewegungsökonomie steigen an.

\\#\### Dynamisches Training mit Schnellkraft-Impulsen kombinieren

Kurze explosive Übungen – z. B. Box Squats, Jump Deadlifts oder High Pulls – können sinnvoll in dynamisches Training integriert werden, um das zentrale Nervensystem (ZNS) punktuell zu aktivieren und die Rate of Force Development (RFD) zu erhalten. Dabei sollte das Volumen niedrig gehalten werden, um keine Ermüdung zu erzeugen.

\*\*Best Practices zur Integration:\*\*

\* Explosive Impulse am Anfang der Einheit (ZNS frisch)

\* Maximal 1–2 Sätze à 2–4 Wiederholungen

\* Lange Pausen zur vollständigen Erholung

\\#\### Übungen mit axialen Kräften: Bewertung und Alternativen

\*\*Jump Squats mit Langhantel im Nacken:\*\*

\* Sehr hohe axiale Stauchungskräfte

\* Risiko für die Wirbelsäule (insbesondere im cervikothorakalen Übergang)

\* Für viele Sportler\*innen biomechanisch ungünstig

\*\*Bessere Alternativen:\*\*

\* \*\*Trap Bar Jump Squats\*\*: zentrische Kraftübertragung, sichere Griffposition

\* \*\*Kurzhanteln / Kettlebells seitlich\*\*: geringere axiale Last, besserer Bewegungsfluss

\* \*\*Jump Squats mit Medball oder Körpergewicht\*\*: minimaler Aufprall, maximale Bewegungskontrolle

\\#\### Bulgarian Split Squat: Varianten und physiologische Überlegungen

\*\*Standardform:\*\*

\* Unilaterale Belastung mit hohem Fokus auf Gluteus, Quadrizeps und Core

\* Hohe propriozeptive Anforderungen

\* Geringe axiale Gesamtlast bei hohem Kraftreiz

\*\*Rotation mit Medball:\*\*

\* Arme ausgestreckt = größerer Hebel, mehr Axial- und Rotationslast

\* Für Anfänger besser: Ball nah am Brustkorb, Ellenbogen angehoben (wie Front-Rack), Rotation kontrolliert

\* Rotation zur offenen Seite = höhere Stabilitätsanforderung

\* Rotation zur geschlossenen Seite = koordinativ einfacher, funktioneller Übertrag

\*\*Overhead-Variante:\*\*

\* Massiver Anspruch an Schulterstabilität, Skapulakontrolle und Core

\* Axiale Langhebel-Belastung + Rotationsanfälligkeit

\* Tools: Medball (leicht, isometrisch), Kettlebell (instabil, Bottoms-up), Dumbbell (einseitig, asymmetrisch)

\* Ideal für fortgeschrittene Sportler\*innen mit guter T-Spine-Mobilität und stabiler Rumpfspannung

\\#\### Empfehlung für Integration

Je nach Trainingsziel (Kondition, Koordination, Schnellkraft, Rumpfstabilität) können folgende Kategorien gebildet werden:

1. \*\*Explosive Impulse\*\*: Box Squats, Jump Deadlifts, High Pulls

2. \*\*Unilaterale Dynamik\*\*: Bulgarian Split Squats, Reverse Lunges, Walking Lunges

3. \*\*Core-orientiert\*\*: Medball-Rotation, Anti-Rotation Holds, Loaded Carries

4. \*\*Flow-Elemente\*\*: Kettlebell Swings, Get-Ups, dynamische Sequenzen mit Atmungskontrolle

Die Mischung dieser Elemente ermöglicht ein Training, das physiologisch sinnvoll strukturiert ist, sich gut an den aktuellen Zustand anpassen lässt und langfristig sowohl Leistung als auch Erholung verbessert.

---

\*\*Hinweis:\*\* Dieses Dokument stellt keine starre Trainingsanweisung dar, sondern eine physiologisch fundierte Reflexion über den strukturellen Aufbau eines dynamisch-orientierten Trainingsansatzes im Kontrast zu klassischem Krafttraining.